Die Steirische Hochschulkonferenz begrüßt das von der IV-Steiermark präsentierte Programm „Graz, mach was!” und unterstreicht: Eine Innovationsmetropole Graz ist ohne starke Hochschulen nicht denkbar. Die Hochschulen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen. Dies erfordert eine tragfähige strategische Partnerschaft zwischen Hochschulen, Stadt und Wirtschaft.
Graz zählt rund 60.000 Studierende aus aller Welt, acht Hochschulen und ein dichtes Netz aus Forschungseinrichtungen und Kompetenzzentren. Gemeinsam mit Industrie und außeruniversitären Institutionen wie JOANNEUM RESEARCH erreicht die Steiermark eine überdurchschnittliche Forschungsquote von 5,31 Prozent. Dieses Potenzial ist bislang zu wenig sichtbar und ließe sich noch wirksamer ausschöpfen.
Die IV-Steiermark bringt es in ihrem Programm auf den Punkt: Graz ist ein „Hidden Champion”, der längst in der ersten Reihe europäischer Innovationsmetropolen mitspielen könnte.
Fachkräfte, Forschung, Gründungsgeist – Hochschulen liefern
Die steirischen Hochschulen bilden jene Fachkräfte aus, die Graz als Technologie- und Industriestandort benötigt: in Mobilität, Green Tech, Life Sciences, Cybersecurity und Künstlicher Intelligenz. Sie bringen internationale Talente in die Stadt und halten sie hier – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Über Start-ups, Transferprojekte und Kooperationen mit Unternehmen tragen sie aktiv zur wirtschaftlichen Entwicklung des Standorts bei.
„Die Hochschulen sind kein Zulieferer für den Innovationsstandort Graz – sie sind das Fundament. Wir liefern das Wissen, die Köpfe und den Gründungsgeist, auf dem alles andere aufbaut. Jetzt ist der Moment, diese Stärken gemeinsam strategisch zu nutzen”, so Corinna Engelhardt-Nowitzki, Vorsitzende der Steirischen Hochschulkonferenz.
MINT-Region, Reallabore, internationale Sichtbarkeit – Hochschulen als aktive Gestalterinnen
Die Forderung der IV-Steiermark, Graz in der kommenden Gemeinderatsperiode zur anerkannten MINT-Region zu entwickeln, findet bei der Steirischen Hochschulkonferenz ausdrückliche Unterstützung. Die Hochschulen sind bereit, diesen Prozess aktiv mitzutragen: von der frühen Begeisterung für MINT-Fächer bis zur internationalen Positionierung des Bildungsstandorts Graz.
Ebenso unterstützt die Hochschulkonferenz die Vision, Graz als Reallabor für neue Technologien und urbane Transformation zu etablieren. Hochschulen können dabei eine zentrale Rolle spielen: als Forschungs- und Entwicklungspartner, Testumgebung und Brücke zwischen Grundlagenforschung und Anwendung.
Appell an die neue Stadtregierung: Hochschulen als gleichwertige Partnerinnen einbeziehen
Die Steirische Hochschulkonferenz appelliert an die künftige Stadtregierung, die Hochschulen nicht nur als Bildungseinrichtungen, sondern als gleichwertige strategische Partnerinnen in die Stadtentwicklung einzubeziehen. Innovationsquartiere, Gründungsökosysteme und Technologietransfer entfalten ihre volle Wirkung nur dort, wo die Verbindung zwischen Hochschule, Wirtschaft und Stadt institutionell verankert ist – und wo die Stadt die nötigen Räume dafür aktiv schafft.
Das Programm „Graz, mach was!” ist ein wichtiger Impuls – die Hochschulen sind bereit, ihn gemeinsam mit Wirtschaft und Stadtpolitik in konkrete Wirkung zu übersetzen.