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Lange Nacht der Forschung

Lange Nacht der Forschung 2048 1536 Marion Velik

Universitäten, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen, Kompetenzzentren und innovative Unternehmen laden alle zwei Jahre zur Langen Nacht der Forschung. Diese Veranstaltung bietet die Möglichkeit, Spitzenleistungen von Wissenschaft und Forschung vor den Vorhang zu holen und der Bevölkerung ein Gefühl dafür zu vermitteln, welche Technologien und welches Wissen unsere Zukunft entscheidend mitgestalten. Sie ist das bis dato größte Forschungsevent in Europa.

Natürlich präsentieren sich auch die steirischen Hochschulen bei der Langen Nacht der Forschung.

Blick von hinten auf eine Gruppe von Personen, die auf Bänken in einem Hörsaal sitzt.

Bildungsraum Süd als Erfolgsmodell

Bildungsraum Süd als Erfolgsmodell 2560 1707 Uni Graz

Rektorinnen und Rektoren fordern entsprechend dotiertes Budget für den Bildungsraum Süd.

In einer sich immer schneller entwickelnden Gesellschaft werden Forschung auf höchstem Niveau sowie die Ausbildung der Fachkräfte der Zukunft zum relevanten Erfolgskriterium für eine prosperierende Wirtschaft und eine freie, demokratische Gesellschaft. Im Süden Österreichs, den Bundesländern Steiermark und Kärnten, bilden dreizehn Hochschulen daher die Basis für künftigen Wohlstand. Mithilfe des Kooperationsmodells der Steirischen und Kärntner Hochschulen soll der Bildungsraum Kärnten und Steiermark nicht nur gemeinsam erweitert, sondern optimiert und weiterentwickelt werden. Das ist ein bemerkenswerter und in Österreich wohl einzigartiger Schritt.

Es ist das Gebot der Stunde, die Investitionen in Forschung und Ausbildung insbesondere im Süden Österreichs weiter auszubauen, um im Wettbewerb um Innovationen und Talente nicht den Anschluss zu verlieren. Es gilt, am Standort verstärkt in die Qualifizierung von Menschen und in die Ausbildung der Jugend zu investieren, und zwar auf höchstem Niveau. Deshalb machen sich die Rektorinnen und Rektoren der Steirischen Hochschulkonferenz gemeinsam mit ihrem Kärntner Partner-Kollegium für eine nachhaltige Finanzierung in den Bundesbudgets stark und fordern eine steirisch-kärntnerische Initiative für ihre Hochschulen mit entsprechend budgetären Anreizen vor Beginn der Budgetplanung, da das Entstehen von langfristig erfolgreichen Kooperationen durch entsprechende kooperationsfördernde Signale begleitet werden muss.

Die Rektorinnen und Rektoren der Steirischen Hochschulkonferenz und ihrer Partnerhochschulen aus Kärnten sind jedenfalls bereit, die Mittel effizient und sparsam einzusetzen. „Der Bildungsraum Süd arbeitet bereits jetzt eng zusammen. Wir heben und nutzen Synergien und schaffen damit ein noch leistungsfähigeres Hochschul-Innovationsökosystem“, sagt Ada Pellert, Rektorin Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Vorsitzende der Kärntner Hochschulkonferenz.

Peter Riedler, Rektor der Universität Graz und Vorsitzender der Steirischen Hochschulkonferenz betont im Vorfeld beginnender Budgetgespräche, dass „Investitionen in die Universitäten und Hochschulen, gerade in schwierigen Zeiten, den Standort stärken und die Zukunft unserer Region im Herzen Europas sichern.“ Das zeigt auch ein Blick in das Innovation-Scoreboard der EU-Kommission, das das Potenzial und die Stärke der Region Süd im Bereich Wissenschaft und Forschung unterstreicht.

Eine Gruppe elegant gekleideter Personen steht dicht beisammen in einem festlich wirkenden Saal mit hohen, cremefarbenen Wänden und Säulen. Im Hintergrund ist eine große weiße Statue vor einer goldenen Nische zu sehen. Rechts steht ein hoher Bildschirm mit weißer Präsentationsfolie und mehreren Logos im unteren Bereich. Der Boden ist mit rotem Teppich ausgelegt, und die Personen tragen überwiegend Anzüge, Kostüme und festliche Kleider. ©© Helmut Lunghammer

Wissenschaftliche Freiheit und Neutralität: Eine Frage der Haltung

Wissenschaftliche Freiheit und Neutralität: Eine Frage der Haltung 2560 1707 Uni Graz

Wie neutral muss Forschung sein? Bei der Steirischen Hochschulkonferenz an der Universität Graz hinterfragte Keynote-Speaker David Beaver den Begriff der Objektivität. Er plädierte für eine mutige Wissenschaft, die zu ihren Werten steht, um in Krisenzeiten resilient zu bleiben und den gesellschaftlichen Fortschritt aktiv mitzugestalten.

GRAZ. Wie passen wissenschaftliche Freiheit und neutrale Haltung zusammen? Dieser Frage ging David Beaver von der University of Texas, Austin im Rahmen des Empfangs der Steirischen Hochschulkonferenz auf den Grund. Über 150 Teilnehmer:innen trafen dafür am 11. März 2026 in der Aula der Universität Graz zusammen. Die Band des Universitätsorchesters begleitete den Abend musikalisch.

Rektor Peter Riedler, der aktuelle Vorsitzender der Hochschulkonferenz, betonte vor dem Vortrag die Bedeutung der Zusammenarbeit südösterreichischer Hochschulen. „Die Steiermark und Kärnten sind heute enger verbunden als je zuvor. Und in den aktuell herausfordernden Zeiten sind es die Hochschulen, die mit ihrer Lehre und Forschung die Innovationskraft der Region stärken und uns so resilienter gegenüber Krisen machen.“

„Unsere Hochschulen leisten einen zentralen Beitrag dazu, dass unser Bundesland in vielen Bereichen zu den innovativsten Regionen Europas zählt“, sagt Willibald Ehrenhöfer, steirischer Landesrat für Wirtschaft, Arbeit, Finanzen sowie Wissenschaft und Forschung. „Damit wir diesen Erfolgsweg weiter gehen können, brauchen wir eine offene Gesellschaft und eine freie Wissenschaft, frei von Grenzen. Denn mit Grundlagenforschung legen wir die Basis für die Wirtschaft von übermorgen und mit angewandter Forschung sichern wir den Wohlstand von morgen.“

Viele Kooperationen

Was die Zusammenarbeit innerhalb der Steirischen Hochschulkonferenz in Zahlen bedeutet, zeigte Andrea Seel auf, Rektorin der Private Pädagogische Hochschule Augustinum: „Die fünf Universitäten, zwei Fachhochschulen und zwei Pädagogischen Hochschulen stehen für mehr als 60.000 Studierende in rund 500 Studien. 15.000 Beschäftigte finden an hier ihre berufliche Heimat.“

Die enge Zusammenarbeit und die koordinierte Weiterentwicklung ermöglichten Vorhaben, von denen alle profitieren. „Es gibt intensive Lehr- und Forschungskooperationen, gemeinsame Studien, Medienkooperationen und auch Abstimmungen im Bereich Krisen- und Notfallmanagement“, führt Seel aus. Besonders stolz ist sie auf die breitenwirksamen Projekte wie den Science Garden oder die Kinderuniversität oder die Earth Talks, in denen aktuelle gesellschaftliche Fragen offen diskutiert werden.

Der Keynote-Speaker des Abends, David Beaver von der University of Texas in Austin, widmete sich einer unter Wissenschaftler:innen viel diskutierten Frage: Dem Konflikt zwischen dem Wunsch nach Neutralität und Objektivität auf der einen und der wissenschaftlichen Freiheit auf der anderen Seite. „Wenn wir über Neutralität sprechen, denken wir oft, dass es gewisse unumstößliche Fakten gibt. Dabei sind wir aber selbst nicht immer ganz objektiv und versuchen, über die Sprache Fakten als neutral darzustellen.“ Beaver sieht darin eine gefährliche Entwicklung. „Der Friedens-Nobelpreisträger Eli Wiesel erinnert uns daran, dass Neutralität stets dem Unterdrücker hilft, nicht den Opfern. Schweigen ermutigt den Peiniger, niemals den Gequälten.“ Angelehnt daran warnt Beaver davor, dass im heutigen Diskurs Neutralität und Ruhe oft als Gegenpol zu Extremismus gesehen werden.

Beaver hält das für gefährlich: „Wenn die Sprache der Machthaber neutral ist, dann muss die Sprache derjenigen, die die Annahmen der Machthaber infrage stellen, extremistisch sein. Extremistische Sprache, so lautet das Argument, sei ein gefährliches Instrument der Indoktrination.“

Klare Werte

In diesem Trugschluss sieht Beaver eine Gefahr für die akademische Freiheit. „Ich möchte, dass Forscher:innen, die ihre Arbeit als Neutral verstehen, darüber nachdenken, was das wirklich bedeutet.“ Auch den öffentlichen Vertreter:innen der Hochschulen gibt Beaver eine Anregung: „Ich glaube auch nicht, dass Universitäten sich in einem kritischen Diskurs mit dem Argument der wissenschaftlichen Neutralität verteidigen sollen. Man sollte den Mut haben, zu einem klaren Wertesystem zu stehen und das auch laut zu verkünden.“

FH-Joanneum-Rektorin Corinna Engelhardt-Nowitzki ging in ihren Schlussworten auch auf das Thema Sprache ein. „Sprache ist ein Werkzeug, das uns verbindet. Sie ist die Basis eines jeden Diskurses und hilft uns als Vertreter:innen der Hochschulen bei drei wichtigen Punkten, die uns verbinden: Unsere Offenheit, die gesellschaftliche Relevanz sowie die Sichtbarmachung dessen, was unsere Institutionen auszeichnet.“

Beim anschließenden Buffet konnten sich die zahlreichen Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft untereinander austauschen. Es gab nicht nur die Möglichkeit mit den Redner:innen anregende Gespräche zu führen, denn unter den Anwesenden waren zahlreiche Vertreter:innen aus Wissenschaft, Politik, wie etwa Peter Granig, Rektor der FH Kärnten, Ada Pellert, Rektorin Alpen-Adria Universität Klagenfurt, Martin Payer Geschäftsführer der FH Joanneum, Kristina Edlinger-Ploder, Rektorin der FH Campus02, Georg Schulz, Rektor der Kunstuniversität Graz, Andrea Kurz, Rektorin der Medizinischen Universität Graz, Peter Moser, Rektor der Montanuniversität Leoben, Beatrix Karl, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Steiermark der Grazer Stadtrat Robert Krotzer, der Leobener Bürgermeister Kurt Wallner, Herbert Beiglböck, Vorsitzender des Universitätsrats der Universität Graz, die steirische Landesrätin für Verkehr, Landeshochbau, ländlicher Wegebau und Technik, Claudia Holzer und Gäste aus der Wirtschaft wie Wirtschaftskammer-Direktor Karl-Heinz Dernoschiek, Kleine-Zeitung-Geschäftsführerin Xenia Daum, Martin Schaller, Generaldirektor Raiffeisenlandesbank Steiermark , Georg List TU-Unirat und Leiter des Bereichs F&E bei AVL List, oder Alfred Heinzl oder Aufsichtsratsvorsitzender der Heinzl Group und viele mehr.

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Kärnten und Steiermark: Hochschulkonferenzen vertiefen Zusammenarbeit

Kärnten und Steiermark: Hochschulkonferenzen vertiefen Zusammenarbeit 737 491 sunlime_admin

LH Kaiser und LR Ehrenhöfer im Austausch mit Hochschulvertreterinnen und -vertretern:
Gemeinsame Hochschulstrategie 2030 erklärtes Ziel der Konferenz

KLAGENFURT. Heute, Donnerstag, fand die zweite Sitzung der Kärntner und Steirischen Hochschulkonferenzen im Schloss Maria Loretto in Klagenfurt am Wörthersee statt. Auch Hochschulreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und der steirische Landesrat für Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, Willibald Ehrenhöfer, nahmen daran teil. Bereits vor einem Jahr gab es eine erste gemeinsame Verständigung auf die verstärkte Zusammenarbeit und Kooperation zwischen den beiden Hochschulräumen Kärnten und Steiermark an der Montanuniversität Leoben. Zukünftig soll die Konferenz regelmäßig tagen, um bis 2030 eine gemeinsame Hochschulstrategie zu etablieren.

Landeshauptmann Peter Kaiser und der Vorsitzende der Kärntner Hochschulkonferenz, Sven Fisler, hießen die Mitglieder der beiden Hochschulkonferenzen im Schloss Maria Loretto willkommen. „Mit der Fertigstellung der Koralmbahn erleben wir ein neues Zeitalter für die Wirtschaft sowie den Forschungs- und Bildungssektor in den beiden Bundesländern“, unterstrich Kaiser und hob hervor: „Ein neu erstarkter Süden wird jedoch nur dann bestehen, wenn ein hoher Grad an nationaler und internationaler Sichtbarkeit, eine weitere Attraktivierung des Bildungsraumes, und die Internationalisierung des Bildungsstandortes gelingt. Ein gemeinsamer und einheitlicher öffentlicher Auftritt ist daher ein wichtiger zu setzender Schritt“. Er eröffnete der Konferenz auch die Möglichkeit künftige Entwicklungen der Bildungsstandorte in Kärnten und der Steiermark mit Hilfe des eigens geschaffenen Koralmbahn-Index‘ zu messen, interpretieren und evaluieren. Dadurch sollen vor allem die Auswirkungen, die die Koralmbahn auf hochschulspezifische Faktoren hat, faktenbasiert nachvollzogen werden können. Dies ermöglicht in weiterer Folge auch, die richtigen weiteren Handlungsschritte zu setzen. „Um zukünftig noch besser wahrgenommen zu werden, sollten Fortschritte und Angebote verstärkt an die breite Bevölkerung im In- und Ausland kommuniziert werden“, so Kaiser.

„Die Steiermark und Kärnten arbeiten in den Bereichen Wissenschaft und Forschung seit vielen Jahren eng zusammen. Diese Kooperationen gilt es für die Zukunft weiter zu forcieren, da unsere beiden Länder durch die Fertigstellung der Koralmbahn noch stärker zusammenwachsen. Der regelmäßige Austausch der beiden Hochschulkonferenzen ist dafür ein wesentlicher Schlüssel. Wir können damit neue gemeinsame Projekte auf den Weg bringen, mit denen wir auch die internationale Sichtbarkeit der Forschungsregion Südösterreich erhöhen wollen“, so der steirische Wissenschafts- und Forschungslandesrat Willibald Ehrenhöfer.

Der Vorsitzende der Kärntner Hochschulkonferenz, Rektor Sven Fisler (Pädagogische Hochschule Kärnten) erklärte: „Die Kärntner Hochschulen erweitern seit Jahren ihre Kooperationen im Alpen-Adria-Raum und betrachten die zukünftigen infrastrukturellen Verbesserungen durch die Koralmbahn als historische Chance, die Kooperationen mit den steirischen Hochschulen offensiv zu vertiefen und bis 2030 im Süden Österreichs einen gemeinsamen Hochschulraum zu etablieren.“

„Die Steirische Hochschulkonferenz sieht großes Potential in der Entwicklung des gemeinsamen Hochschulraumes, insbesondere mit Blick auf die internationale Strahlkraft, aber auch die nationale Positionierung innerhalb Österreichs“, betonte die Rektorin der Privaten Pädagogischen Hochschule Augustinum, Vorsitzende der Steirischen Hochschulkonferenz, Andrea Seel. „Als konkrete operative Themen wurden die Zulassung internationaler Studierender und die Mobilität der bereits inskribierten Studierenden angesprochen. Gefordert werden die rasche Umsetzung einer bundesweit einheitlichen Vorauswahlstelle für die Zulassung internationaler Studierender und die Gültigkeit der Kärntner und steirischen Klimatickets für den Koralmtunnel“, so die Rektorin.

Mit der Entwicklung der gemeinsamen Hochschulstrategie 2030 gewährleistet man einen höheren Grad an Sichtbarkeit innerhalb der breiten Bevölkerung und der Zielgruppe der Studierenden, Scientific-Community und der Wirtschaft im In- und Ausland. Für diesen Zweck wird ein gemeinsamer, medialer Auftritt erarbeitet. Für die internationalen Studierenden ist zudem eine gemeinsame Serviceeinrichtung angedacht, welche die Vielfalt der 14 Hochschulen mit ihren Angeboten berücksichtigt. Die politischen Vertreter plädierten einmal mehr für die Aufhebung des Stückelungsverbotes auf Bundesebene, sodass Studierende mit nur einem Klimaticket zwischen Kärnten und der Steiermark pendeln können.

Regionale Verbundenheit und das Bekenntnis zum Standort sind zentrale Aspekte der Hochschulentwicklung, die sowohl der Kärntner als auch der steirischen Hochschulkonferenz am Herzen liegen. Ein Schwerpunkt beider Hochschulräume liegt darin eine optimale Lehr-, Lern- und Forschungsumgebung zu schaffen. Die Stärkung des Wirtschaftsraumes und der Wettbewerbsfähigkeit der Region sind dabei ebenso wichtige Ziele. Dies wird durch eine enge Koordination und Kooperation der beteiligten Institutionen erreicht.

Auf Kärntner Seite beteiligen sich die vier Hochschulen an der grenzübergreifenden Konferenz: Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Fachhochschule Kärnten, Pädagogische Hochschule Kärnten und Gustav-Mahler-Privatuniversität für Musik. Die steirische Hochschulkonferenz setzt sich aus neun Hochschulen zusammen: Kunstuniversität Graz, Medizinische Universität Graz, Technische Universität Graz, Montanuniversität Leoben, Universität Graz, Fachhochschule Graz, Fachhochschule Joanneum, Pädagogische Hochschule Steiermark und Private Pädagogische Hochschule Augustinum.

Die Zusammenschlüsse der Kärntner bzw. Steirischen Hochschulen haben zum Ziel, Ressourcen zu bündeln, Synergien zwischen den einzelnen Hochschulstandorten zu schaffen und die Sichtbarkeit des gemeinsamen Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsstandortes zu stärken. Mit der Fertigstellung der Koralmbahn mit einer Fahrtzeit von 41 Minuten zwischen Klagenfurt und Graz entsteht ein neuer Ballungsraum mit rund 1,1 Millionen Menschen, über 82.000 Studierenden und etwa 257 Bachelorstudien, 339 Masterstudien, 52 Doktoratsstudien sowie eine Vielzahl weiterer Studien und Vertiefungen. Vor diesem Hintergrund ist die Vertiefung der Zusammenarbeit bis hin zur Schaffung eines gemeinsamen Hochschulraums bis 2030 ein erklärtes Ziel beider Bundesländer. Die nächste gemeinsame Konferenz soll bereits im März des nächsten Jahres stattfinden.

Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LR Ehrenhöfer (Steiermark)
Redaktion: Manuel Skofitsch

Fotohinweis: LPD Kärnten/Gleiss
18.09.2025

Zertifikatsverleihung Steirische Hochschulkonferenz

Zertifikatsverleihung Steirische Hochschulkonferenz 2560 1707 sunlime_admin

Magische Momente in der Hochschullehre

Die Private Pädagogische Hochschule Augustinum war am 1. Juli 2025 Gastgeberin für einen besonderen Festakt der Steirischen Hochschulkonferenz. Im Festsaal am Campus Augustinum gab es mehrere Anlässe zu feiern: 10 Jahre Come together, 10 Jahre Hochschuldidaktik und die höchste Anzahl an Absolvent*innen seit der Gründung.

PPH Augustinum Rektorin Andrea Seel, aktuell Vorsitzende der Steirischen Hochschulkonferenz, konnte Rektor*innen und Vizerektor*innen aller Steirischen Hochschulen und zahlreiche Lehrende begrüßen. In ihrem Eröffnungsstatement erinnerte sie an die Pionierleistung der SHK, sich in interdisziplinärer Zusammenarbeit für die Hochschuldidaktik stark zu machen. So wurden u.a. ein gemeinsames Lehrkompetenzmodell entwickelt bzw. mehrere, inzwischen sehr erfolgreiche, Fortbildungsformate: eCampus -ein kostenloses, freizugängliches Online-Angebot für Lehrende aller österreichischen Hochschulen mit über 60 Use cases, eDidactics und die Didaktik-Werkstatt -zwei Fortbildungsreihen für Hochschullehrende. Ihr besonderer Dank ging an die jeweiligen Projektverantwortlichen und das Land Steiermark für seine Unterstützung.

Dagmar Archan und Michael Kopp riefen mit einem kurzweiligen, interaktiven Quiz die Meilensteine der ersten 10 Jahre Hochschuldidaktik in Erinnerung und gingen dabei nochmals auf die drei Programme Didaktik-Werkstatt, eDidactics und eCampus ein.

Dies war der perfekte Übergang zur Zertifikatsverleihung: 45 Absolvent*innen dieser Formate erhielten von Vertreter*innen ihrer Hochschule Urkunden und „Goodies“ übereicht.

Die musikalische Begleitung gestalteten Musiker der Kunstuniversität Graz, durch das Programm führte Katharina Ogris, Institutsleiterin an der PPH Augustinum.

Unterhaltsames Highlight des Abends: Entsprechend dem Motto der Veranstaltung –Magie der Lehre– zog Paul Sommersguter, mehrfach ausgezeichneter Zauberkünstler, Entertainer und Moderator, die Anwesenden in seinen Bann. Das Staunen war groß, ebenso die Neugier und das Ergründenwollen, warum und wieso sich manches ganz anders zeigt als vermutet. Somit bekamen die Festgäste eine Ahnung davon, wie sich magische Momente auch in der Hochschullehre anfühlen könnten …

Beim anschließenden Buffet am Kirchplatz nutzen viele Gäste die Gelegenheit sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen, zu vernetzen und neue Ideen zu spinnen. Und an einigen Tischen wurde auch noch begeistert weitergezaubert.

Aviso: Die neue Reihe der Didaktik-Werkstatt 2025/26 wird unter dem Motto „Lehre im Wandel – Kompetenzen stärken und Perspektiven eröffnen“ stehen. Die Anmeldung ist ab Herbst 2025 geöffnet.

Über diesen Link gelangen Sie direkt zum Download der Bilder.
© Foto Fischer

Jahresempfang der steirischen Hochschulen 2025

Jahresempfang der steirischen Hochschulen 2025 1200 800 Meduni Graz

Im März fand an der Medizinischen Universität Graz der Jahresempfang der steirischen Hochschulen statt. Die Steirische Hochschulkonferenz lud ein und zahlreiche hochrangige Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft folgten der Einladung. Im Fokus des Abends stand das zentrale Thema: “Freie Wissenschaft und Kunst – Freie Gesellschaft: Die Bedeutung der akademischen Freiheit”.

Wissenschaft im Dialog

Die Rektor*innen der steirischen Hochschulen, deren Kooperationspartner*innen sowie viele weitere Akteure der Hochschullandschaft nutzten die Gelegenheit, sich zu vernetzen und zentrale Herausforderungen der Wissenschaft zu diskutieren. In einer Zeit zunehmender Wissenschaftsskepsis und globaler Herausforderungen wurde besonders betont, wie essenziell es ist, die akademische Freiheit als Grundpfeiler einer offenen und demokratischen Gesellschaft zu verteidigen.Die Bedeutung der akademischen Freiheit

Ein besonderer Programmpunkt des Abends war der Impulsvortrag von Philipp Berghofer, Philosoph an der Universität Graz. Philipp Berghofer, spezialisiert auf Erkenntnistheorie, Philosophie der Physik und Phänomenologie, sprach über die essenzielle Rolle der akademischen Freiheit und die Bedeutung epistemischer Rechtfertigung. Seine Ausführungen betonten die Notwendigkeit einer freien und unabhängigen Wissenschaft als Grundlage für eine faktenbasierte gesellschaftliche Entwicklung.Landesrat Willibald Ehrenhöfer: Wissenschaft als Innovationsmotor

In seiner Rede unterstrich Willibald Ehrenhöfer, neuer steirischer Landesrat für Wirtschaft, Arbeit, Finanzen und Wissenschaft die Bedeutung der Hochschulen als Innovationsmotoren der Steiermark sowie darüber hinaus und bekräftigte das Engagement des Landes für eine starke und freie Wissenschaft. Besonders in Zeiten zunehmender Desinformation und wissenschaftsfeindlicher Strömungen sei es essenziell, Forschung und Lehre zu schützen und zu fördern sowie über die tragende Rolle der Wissenschaft zu kommunizieren.

Ein starkes Signal für die Zukunft der Wissenschaft

Der Hochschulempfang bot einmal mehr eine Plattform für den offenen Austausch und die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Die Veranstaltung setzte ein klares Zeichen für die Notwendigkeit einer freien Wissenschaft und Kunst als unverzichtbare Basis einer freien Gesellschaft.

Fotos: Med Uni Graz/Helmut Lunghammer

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Ball der Technik 2025: Maschinen bitten zum Tanz

Ball der Technik 2025: Maschinen bitten zum Tanz 1200 800 Marion Velik

Der Kartenverkauf für den Ball der Technik am 31. Jänner 2025 im Congress Graz startet traditionell am 11. November. Hauptsponsor des Balls, der diesmal unter dem Motto „Dancing Machine“ stehen wird, ist Magna.

Der Ball der Technik ist der Fixpunkt im Kalender aller Technikbegeisterten und gesellschaftliches Markenzeichen der technischen Wissenschaften und Forschung in der Steiermark. Am Freitag, 31. Jänner 2025 bitten die Veranstalter dieses Traditionsballs zum nächsten Tanz im Congress Graz, der ganz im Zeichen von Maschinenbau und Fahrzeugtechnik stehen und von Magna als Hauptsponsor unterstützt wird.

Kartenvorverkauf startet zu Faschingsbeginn

Der Kartenverkauf für den Ball der Technik 2025 ist gestartet. Ab 11.11.2024, 11:11 Uhr sind Karten in den verschiedensten Kategorien via Ballwebsite https://balldertechnik.at erhältlich und ab 25. November 2024 auch in ausgewählten Vorverkaufsstellen.

Das Motto 2025: Dancing Machine

Die thematische Gestaltung des nächstjährigen Balls obliegt der Fakultät für Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften der TU Graz gemeinsam mit dem Institut Fahrzeugtechnik / Automotive Engineering der FH JOANNEUM. Die Gäste dieses an Tradition und Eleganz so reichen Balles können sich 2025 auf aufregende Einblicke in die Welt der ingenieurwissenschaftlichen Forschung und Innovation freuen, denn an diesem Abend stehen neben Tanz und Geselligkeit traditionell auch Wissenschaft und Forschung im Fokus.

Der Ball der Technik blickt auf eine über 160-jährige Geschichte und zurück und fand erstmals am 8. Februar 1858 im Beisein von Erzherzog Johann im Redoutensaal des heutigen Schauspielhauses statt. Seither verbindet der Ball der Technik Tradition gekonnt mit dem Blick auf Gegenwart und Zukunft von Wissenschaft und Technik.

Veranstaltet wird der Ball der Technik 2025 von der TU Graz, den Ziviltechniker:innen für Steiermark und Kärnten, alumniTUGraz 1887, der FH Joanneum und der HochschülerInnenschaft an der TU Graz (HTU).

Foto: TU Graz / Lunghammer

Premiere für Earth Talks Styria

Premiere für Earth Talks Styria 1200 600 Marion Velik

Die steirischen Hochschulen starteten ihre neue Diskussionsreihe über Nachhaltigkeit „Sustainability4U – Earth Talks Styria“ an der FH JOANNEUM.

Mit Beginn des Semesters 2024/2025 lädt die Steirische Hochschulkonferenz zu Veranstaltungen, die sich den unterschiedlichen Aspekten von Nachhaltigkeit widmen. Den Auftakt machte am 30. Oktober 2024 die Diskussionsveranstaltung „Wie wollen wir in Zukunft leben? Herausforderungen und Chancen der Stadtentwicklung“ im Audimax der FH JOANNEUM Graz.

Unter der Moderation von Elisabeth Obermann, oikos Graz, diskutierten Bernhard Inninger, Leiter Stadtplanungsamt der Stadt Graz, Marie-Therese Sagl, Leiterin Institut Soziale Arbeit der FH JOANNEUM, Tristan Schachner, Plattform 1,5 Graz/MoVe iT und stv. Vorsitzender des Klimarats der Stadt Graz, sowie Anke Strittmatter, Assoz. Professorin (FH) am Institut Design und Kommunikation der FH JOANNEUM mit den rund 100 Teilnehmer:innen.

Thema war unter anderem die Gestaltung der Städte, in denen immer mehr Menschen leben, und wie sich Entscheidungen, die wir heute in Bezug auf Infrastruktur treffen, das Leben in den Städten für kommende Generationen prägen werden. Die Anwesenden waren sich einig: Jetzt ist der Zeitpunkt richtig, um Maßnahmen zu ergreifen und Urbanisierung nachhaltig zu gestalten – klima- und umweltfreundlich, inklusiv und sozial gerecht.

Ziel der Veranstaltungsreihe „Sustainability4U – Earth Talks Styria“ ist es, den Austausch zwischen Expert:innen und dem Publikum zu fördern. Das innovative Fishbowl-Format ermöglichte beim Auftakt an der FH JOANNEUM eine interaktive Debatte.

„Sustainability4U – Earth Talks Styria“ wird von der Steirischen Hochschulkonferenz, einer Vereinigung von FH CAMPUS 02, FH JOANNEUM, Kunstuniversität Graz, Medizinische Universität Graz, Montanuniversität Leoben, Private Pädagogische Hochschule Augustinum, Pädagogische Hochschule Steiermark, TU Graz und Universität Graz, veranstaltet.

Das nächste Event in der Reihe folgt im Sommersemester 2025 – bleiben Sie hier auf dem Laufenden.

Foto: FH JOANNEUM / Hasler

Get together 2024: Feierlicher Abschluss von eDidactics und der Didaktik-Werkstatt

Get together 2024: Feierlicher Abschluss von eDidactics und der Didaktik-Werkstatt 1696 1600 FH Campus02

Credit: Montanuniversität Leoben/Harald Tauderer

Auch in diesem Jahr wurde der Abschluss der beiden etablierten Fortbildungsprogramme Didaktik-Werkstatt und eDidactics wieder gebührend mit einer Get Together-Veranstaltung gefeiert. In diesem Jahr wurde die Zertifikatsverleihung in der altehrwürdigen Montanuniversität Leoben abgehalten. Musikalisch auf den Abend eingestimmt hat Cornelius Hübner, BA MA am Klavier, gefolgt von zwei kraftvollen musikalischen Einlagen des Hochschulchors der Montanuniversität Leoben.

Die einführenden Worte sprach der Vizerektor der Montanuniversität Leoben, Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Thomas Prohaska, bevor Mag.rer.nat Markus Orthaber und FH-Prof. in MMag.a Dr. in Dagmar Archan durch den restlichen Abend führten.

Credit: Montanuniversität Leoben/Harald Tauderer

Univ.-Prof. Mag. art. Wolfgang Wengenroth von der Kunstuniversität Graz teilte seine Lieblingsmomente der Didaktik-Werkstatt 2024 mit dem Publikum und Dipl.-Ing.in Dr.in Verena Wölf-Zöllner (Montanuniversität Leoben) und Sen.Lecturer Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr. Helmut Lackner (Medizinische Universität Graz) berichteten über ihre Erfahrungen mit eDidactics.

Credit: Montanuniversität Leoben/Harald Tauderer

Ein Kahoot-Quiz zu eDidactics lockerte den Abend auf und informierte spielerisch über das Fortbildungsprogramm.

Credit: Montanuniversität Leoben/Harald Tauderer

Die Teilnehmer*innen erwartete an diesem Abend zudem eine weitere Überraschung: Ein Videobeitrag aus den USA, in dem Dipl.-Ing. BSc Markus Reiter-Haas berichtete, wie er als erster Lehrender einen Use Case für die Lernplattform eCampus gestaltet hatte. Mit seinem kurzen, aber inspirierenden Rückblick gab er Einblicke in seine Erfahrungen und die Bedeutung seines Beitrags für den eCampus.

18 Absolvent*innen erhielten an diesem Abend ihr Zertifikat von Vertreter*innen und Rektor*innen ihrer Hochschule. Wir danken der wissenschaftliche Geschäftsführerin und Akademischen Leitung der FH Joanneum FH-Prof.in Dr.inmont. Corinna Engelhardt-Nowitzki, der Rektorin der Privaten Pädagogischen Hochschule Augustinum RgR Mag.a Dr.in Andrea Seel und der Vizerektorin der Pädagogischen Hochschule Steiermark Prof.in Mag.a Elisabeth Amtmann, Bakk.a für Ihre Teilnahme.

Als besonderes Highlight hatten die Absolvent*innen die Gelegenheit, ihr Glück bei einer Tombola zu versuchen – jedes Los war ein Gewinn! Im Anschluss fand ein offener Austausch bei Buffet und Getränken statt, wo alle Teilnehmer*innen in entspannter Atmosphäre auf ihre Eindrücke aus den verschiedenen Workshops zurückblicken und über zukünftige Fortbildungsangebote diskutieren konnten.

Credit: Montanuniversität Leoben/Harald Tauderer

Die neue Reihe der Didaktik-Werkstatt steht unter dem Motto „Lernräume zukunftsweisend weiterentwickeln“. Die Anmeldung ist vom 11.11.2024 bis zum 11.12.2024 hier möglich.

Sustainability4U – Earth Talks Styria

Sustainability4U – Earth Talks Styria 1500 2250 Marion Velik

Die steirischen Hochschulen laden am 30. Oktober 2024 von 15:00-18:00 Uhr zur ersten Ausgabe der neuen Veranstaltungsreihe „Sustainability4U – EARTH TALKS STYRIA“ an die FH JOANNEUM ein. Diese Auftaktveranstaltung widmet sich der zentralen Frage: Wie wollen wir in Zukunft leben? Herausforderungen und Chancen der Stadtentwicklung.

Die Gestaltung der Städte, in denen immer mehr Menschen leben, ist der Dreh- und Angelpunkt für viele Zukunftsfragen. Entscheidungen, die wir heute in Bezug auf Infrastruktur treffen, werden das Leben in den Städten für kommende Generationen prägen. Jetzt ist der Zeitpunkt richtig, um Maßnahmen zu ergreifen und Urbanisierung nachhaltig zu gestalten – klima- und umweltfreundlich, inklusiv und sozial gerecht.

Diskussionspartner:innen und Expert:innen:

  • Bernhard Inninger, Leiter Stadtplanungsamt der Stadt Graz
  • Marie-Therese Sagl, Leiterin Institut Soziale Arbeit der FH JOANNEUM
  • Tristan Schachner, Plattform 1,5 Graz/MoVeiT und stv. Vorsitzender des Klimarats der Stadt Graz
  • Alice Steiner, Universitätsassistentin am Institut für Städtebau der Technischen Universität Graz
  • Anke Strittmatter, Assoz. Professorin (FH) am Institut Design und Kommunikation der FH JOANNEUM

Moderation: Elisabeth Obermann, oikos Graz

Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung findet am 30. Oktober 2024 von 15:00-18:00 Uhr an der FH JOANNEUM (Audimax, Eggenberger Allee 11, 8020 Graz) statt.

Im Anschluss wird zum Buffet geladen. Die Steirische Hochschulkonferenz ersucht um Anmeldung bis 27. Oktober 2024 unter diesem Link.

Weitere Informationen über die Initiative Sustainability4U und die Veranstaltung finden Sie hier.